Sprachheilklasse 2 – Frau Heymann

Unsere Klasse im Schuljahr 2017/2018:

Unterwegs auf den Spuren von Dachs, Reh & Co

„Den W a l d kennen wir schon!“,  sagte Efe, als ich den Kindern von unserer baldigen Waldwanderung erzählte. „Wir werden in den Wald gehen, wo i c h wohne!“, erklärte ich. „Oh, ein    a n d e r e r Wald als der in Borken?“, staunten die Kinder. „Dort lebt ein ganz b e s o n d e r e s Tier! Ich zeige euch seine Höhle und vielleicht treffen wir es. Und natürlich müssen wir danach etwas       W a r m e s an einem w a r m e n gemütlichen Ort essen.“ So war genug Spannung und Vorfreude geweckt.

Efe: „Ich gehe mit meinem Wanderstock!“

 

Wir machten uns am 18.11.2017 auf den Weg, der uns an einem grünen und blauen See vorbeiführte, der uns über Brücken lenkte,

der uns über weiches Moos laufen ließ,

der uns Pilze zum Staunen hinstellte und am Ende die Höhle des unbekannten Tieres erblicken ließ. 

Leider sahen wir keine Waldtiere, hörten nur einen Eichelhäher und trafen zwei Hunde mit ihren zweibeinigen Herrchen.

Nun lud René Lamers (Mitarbeiter der Jugendpflege Frielendorf) uns in sein Haus an den warmen Ofen ein. Dort bereiteten wir gemeinsam unser Essen zu: Bratkartoffeln in einer riesigen Bratpfanne mit Erbsen-Möhren-Gemüse und Spiegeleier und zum Nachtisch einen Früchte-Jogurt mit Bananen, Äpfeln und eingefrorenen Erdbeeren.

Zuerst mussten viele Hände waschen, schälen, schneiden und rühren…

….und nur wenige Hände braten.

Guten Appetit!

Nach dem Wochenende wieder in der Schule angekommen, berichteten die Waldkinder strahlend den anderen, die leider nicht dabei sein konnten, was sie erlebt hatten. Gemeinsam gestalteten wir einen Wandfries unseres ganzen Weges. Wir erforschten im Sachunterricht das Leben eines Dachses und so entstand dieses Bild einer unterirdischen Dachshöhle mit den vielen Röhren, seinen Mitbewohnern und deren Lieblingsspeisen.

Dachsbau

 

Das Abenteuer: Buchstaben lernen

Es gibt Kinder die es etwas schwerer haben beim Lernen des Lesens und Schreibens. Deshalb lebt in unserer Klasse MOMEL, der uns mit seinen Geschichten in diese Welt entführt. Die Reihenfolge der zu erlernenden Buchstaben bestimmen sprachheilpädagogische Aspekte. Zu jedem Buchstaben  gehört ein Handzeichen. Diese werden beim Sprechen und Synthetisieren eingesetzt und helfen den Kindern, ähnlich klingende Laute besser zu unterscheiden.

MOMEL zeigt das N!

Manchmal braucht es eben etwas mehr, um im Gedächtnis zu bleiben und da ist der Weg über den Magen ein wirkungsvoller:

Unser Bauch-ABC

Alles begann mit dem M und so schmeckte auch unser Möhren-Apfel-Salat, den wir gemeinsam in der Küche zubereiteten. Das war nach ca. 6 Schulwochen die erste hauswirtschaftliche Probe.

 

Zum I und O fiel uns so schnell nichts ein. Hingegen beim L zauberten wir einen köstlichen Lukullus (auch kalter Hund genannt). So einfach ließ sich auch nichts zum U und F finden.

Beim E jedoch machten wir neue Erfahrungen mit Erbsen.

In unserer Nudelsuppe konnten wir dann endlich das I, O, U und F unterbringen. An frischen Zutaten probierten wir Lauch, Sellerie, Möhren, Erbsen, Zwiebeln und Petersilie.

Was es zum Laut Ei geben wird, ist leicht vorstellbar, oder? Eis oder gebratene Eier oder Eiersalat mit Toast?

Es gibt noch genug Möglichkeiten, um Leckeres zum Au, H, D, Sch, K, R, B, W, G, Z, Eu…. essen zu können. Ein weiteres Projekt wartet auch schon: Wir bauen selber Kartoffeln in Töpfen an!